No One Lives Forever 2: A Spy in H.A.R.M’s Way

Kate Archer ist zurück – die sexy Heldin des 2000er Hits No One Lives Forever wird ab Oktober wieder über die Bildschirme von Actionfans flimmern, und dabei wohl für gehöriges Aufsehen sorgen. Wir haben die kürzlich erschienene Demoversion von No One Lives Forever 2: A Spy in H.A.R.M’s Way (NOLF2) unter die Lupe genommen und nachgeschaut, ob der 2. Teil seinem Vorgänger gerecht werden kann.

nolf2Wer den ersten Teil gespielt hat, wird sich wahrscheinlich gerne an die humorvollen Dialoge der Charaktere erinnern – diesen Personen sei gesagt: Der bissige Humor ist auch im 2.Teil mit von der Partie, und Kate Archer hat kein bisschen ihrer verbalen Schlagfertigkeit eingebüßt. Auch die humorvollen Gespräche, die Gegner miteinander führen, sorgen bereits in der Demo für einiges an Stimmung und den einen oder anderen Lacher. Gleiches gilt für das auch im zweiten Teil völlig abgedrehte Equipment, dass der Heldin zur Verfügung steht: Aufziehbahre Roboterkatzen oder Elektroschocker in Lippenstiftform sind nur zwei Beispiele, aus dem Arsenal, mit dem Kate in der Vollversion auf die Jagd nach Bösewichten gehen wird.

Insgesamt halten sich die Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger allerdings in Grenzen. Man hat eher auf dezente Detailverbesserungen geachtet, und das Prinzip des ersten Teils konsequent weiterentwickelt. Beispielsweise ist es nun möglich Körper von bewusstlosen & toten Gegnern aufzunehmen und anderswo abzulegen, außerdem kann man sich jetzt effizient im Schatten verstecken und ist so fast unsichtbar für den Gegner, solange man ihn nicht angreift. Die bereits im ersten Teil sehr gute KI soll laut Herstellerangaben noch weiter verbessert worden sein, in der Demo, war davon allerdings nichts zu spüren.

Als einzige richtige Neuerung im Spiel fällt das Attributsystem ins Auge: Ähnlich wie bei DeusEx bekommen Sie für das Erfüllen von Aufträgen Fähigkeitspunkte gutgeschrieben, die Sie darauf verwenden können, Attribute wie Waffenbeherrschung oder Konstitution zu verbessern.

Angetrieben wird das Spiel von der neuesten Version der Lithtech Engine, die unter dem Codenamen “Jupiter” bereits in den Technologietests für viel Aufsehen sorgte. Die Engine beherrscht alle industrieüblichen Techniken, wie vollständig animierte Gesichter (sehr gut umgesetzt, es gab bisher selten so gut synchronisierte Lippenbewegungen zur Sprachausgabe) oder Enviroment Mapping (ebenfalls eine Erwähnung wert, weil der damit erzielte Wassereffekt absolut klasse ist) und besticht durch eine sehr gute Performance, selbst bei hoher Detailstufe.

Während Lithtech früher wohl eher als Außenseiter Technologie zu betrachten war, ist diese neueste Version der Unreal Engine zumindest ebenbürtig – das Beleuchtungsmodell wirkt sogar fast etwas realistischer als beim Konkurrenten von Epic. Sie dürfen sich also auf ein opulentes Grafikspektakel freuen, das zum Erscheinungszeitpunkt Anfang Oktober seines Gleichen suchen wird.

Das Leveldesign, einer der stärksten Punkte des Vorgängers, kann bereits in der Demoversion überzeugen. In der Demo konnten vier verschiedene Lokalitäten besichtigt werden, die durch Abwechslungsreichtum & Detailliebe bestachen – sollte das auch für den Rest des Spieles gelten, kann in dieser Richtung kaum mehr etwas schief gehen. In NOLF2 setzt sich wohl auch wieder ein industrieweiter Trend fort – weg von der statischen Spielwelt! Beispielsweise bewegt sich im japanischen Dorf jeder Grasbüschel im Wind, die Bäume wiegen sich sachte. Hinzu kommen Wassereffekte, die sogar denen von Morrowind überlegen sind. Der Spieler bekommt also den Eindruck einer sehr belebten Spielwelt vermittelt.

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