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Medal of Honor: Vanguard – Das Ultimate Spiel

Insgesamt erwarten euch bei Medal of Honor vier Kampagnen, dies hört sich Anfangs viel an, entpuppt sich im Nachhinein allerdings als äußerst wenig. Denn letztens Endes umfasst eine Kampagne höchstens eine Handvoll Missionen, welche relativ schnell zu absolvieren sind. Neben der Einzelspielerkampagne erwartet euch auch ein Multiplayermodus. Dieser lässt euch gegen drei weitere Kollegen per Splitscreen antreten. Neben Deathmatch und Team-Deathmatch gibt es noch die Spielmodi Capture the Flag und King of the Hill.

Steuerung

Hat man sich einmal daran gewöhnt, funktioniert die Steuerung erstaunlich gut. Die Eingewöhnung funktioniert sehr schnell, so dass man bereits nach wenigen Minuten keinerlei Probleme mehr hat. Selbstverständlich wird auch bei Medal of Honor mittels Wiimote gezielt. Kommt ihr in die Nähe des Randes, so dreht sich euer virtueller Weltkriegskämpfer. Geschossen wird auf dem B-Knopf, während der A-Knopf dafür eingesetzt wird um per Kimme und Korn entsprechende Gegner anzuvisieren. Besteht die Notwendigkeit nachzuladen, so müsst ihr den Nunchuk zur linken Seite ziehen. Das Nachladen erweist sich leider als etwas umständlich und ungenau. medal-of-honor-ps-wiiDenn neben der Nachladebewegung, sind weitere Aktionen mit dem Nunchuk verbunden. So könnt ihr beispielsweise eine schnelle Rechtsdrehung durchführen indem euer Controller schnell zur Seite bewegt wird. Leider werden beide Bewegungen nicht 100 prozentig erkannt, so dass es vorkommt das manche Aktionen öfters durchgeführt werden müssen. Um in die Knie zu gehen, muss der Nunchuk einmal nach unten bewegt werden. Wiederholt man dies nochmal, so legt sich euer Corporal auf den Boden. Alternativ lassen sich viele Aktionen auch mittels Button ausführen, so dass ihr nicht unbedingt auf de Bewegungssensoren angewiesen seid.

Grafikpracht? Fehlanzeige!

Die Grafik bei Medal of Honor ist im Vergleich zu anderen Spielen eher schwach und detailarm. Gebäude sind von innen leer (mit etwas Glück entdeckt man ab und an mal einen umgeworfenen Tisch oder Schrank) und die Texturqualität ist, in Schulnoten ausgedrückt, höchstens ausreichend. Eine wahre Grafikwucht erwartet einen bei diesem Spiel sicherlich nicht, anzusiedeln ist diese auf einem mittelmäßigen Niveau des GC. Wird man von einem Gegner oder einer Granate schwer getroffen, so verschwimmt der Bildschirm, so dass ein verzerrter Blick zu Stande kommt. Dieser Effekt sieht einigermaßen ansprechend aus. Auch die Waffen und Animationen sind größtenteils gelungen. Warum Soldaten im 2ten Weltkrieg aber teilweise durch Türen laufen konnten bleibt mir schleierhaft. Auch leidet das Spiel hier und da unter Slow Downs.

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Soundtechnisch astrein

Der Sound des Spiels ist durchaus gelungen. Allen Waffen wurden andere Soundfiles spendiert, so dass sich weitgehend ein realistisches Klangbild ergibt. Gewehrsalven zischen ordentlich an einem vorbei, während Granateneinschläge und Explosionen das gesamte Soundbild untermalen. Sollte neben euch eine Granate in die Luft gehen, so werdet ihr mit einem Tinnitus für mehrere Sekunden „belohnt“. Die deutsche Synchronisation ist größtenteils einwandfrei. Im Verlauf der einzelnen Missionen geben euch eure Kameraden Information und Tipps über das nächste Missionsziel und wo eventuell Gefahren lauern könnten. Weiterhin sorgen die immer mal wieder abgegebenen Sprüche für Abwechslungsreichtum. Die gut klingenden Sounds sorgen somit, auch dank Dolby Pro Logic II, für ein „mittendrin“ Gefühl und eine realistische Kriegs-Atmosphäre.